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Pen knackt die 1800

In der packenden Bezirks-Oberliga-Begegnung zwischen VfL Marburg und TTC Ginseldorf begann der VfL zunächst mit einem klassischen Fehlstart: alle 3 Eröffnungs-Doppel gingen weg. Dabei hatten zumindest Adrian und Alex im vierten Satz eine klare Siegchance, gaben diesen jedoch mit 12:14 ab, und verloren den fünften mit 6:11.

Doch dann begann die Aufholjagt im Einzel: mit spinreichen Vorhand- und Rückhand-Topspins setzte Max seinen Gegner Gerhard Herbener derart unter Druck, dass dieser sich klar 3:0 geschlagen geben musste. Auch Lukas „Penholder“ Eisenträger startete stark in seinen ersten Satz und führte mit 10:5 gegen Fabian Preis (TTR 1808). Dieser kämpfte sich jedoch zurück ins Spiel und drehte den Satz zu seinen Gunsten um. Davon beflügelt, setzte sich Preis mit 7:1 im zweiten Satz zunächst ab, bevor „Pen“ wieder mit starker Beinarbeit und dynamischen Vorhand-Topspins zu seinem Spiel fand, den Rückstand aufholte, und seinen Satzball bei 11:10 mit einem spektakulären Rückhand-Schuss aus vollem Lauf verwandelte. Das Spiel ging schließlich 3:1 an Lukas. Alex setzte sich mit kämpferischer Leistung mit 3:1 gegen Rainer Kraus durch. Auch Karl und Adrian holten ihre Spiele jeweils 3:0 nach Hause, so dass der VfL mit 5:3 in Führung ging.

Danach konnte Ginseldorf jedoch die erfolgreiche Einzel-Serie des VfL brechen, als sich Bernd Nebel 3:1 gegen Christian Koch und Fabian Preis 3:0 gegen Max durchsetzten. Im nächsten Spiel konnte Lukas dem routinierten Gerhard Herbener (TTR 1785) sein temporeiches Spiel aufzwingen, und gewann mit 3:1. Damit hat sich Lukas erstmals über die magische 1800er-Grenze katapultiert, und mit 1807 Punkten seinen neuen persönlichen TTR-Höchststand erreicht.

Alex musste nach 5 heiß umkämpften Sätzen dem Linkshänder Philip Keding zum Sieg gratulieren, da er mit den gegnerischen Umkehr-Aufschlägen nicht gut zurecht kam. Nachdem auch Karl Kraft sein zweites Einzel verlor, drohte das Spiel beim Stand von 6:7 in die andere Richtung zu kippen. Doch im hinteren Paarkreuz konnten Adrian und Christian jeweils mit 3:1 punkten, und damit auch neue TTR-Bestmarken erreichen. Adrian klettert auf 1718, und Christian auf 1543.

Nachdem das Entscheidungs-Doppel mit 3:1 an Ginseldorf ging, endete das Spiel mit einem leistungsgerechten 8:8. Damit ist der Klassenerhalt für die Erste fast in trockenen Tüchern. Vorletzter Korbach müsste vier von fünf Spielen gewinnen, um unser Team noch einzuholen, und hat dabei noch Ginseldorf und Ihringshausen II als Gegner, während der VfL noch in mehreren Spielen punkten kann (darunter Tabellen-Letzter Burghasungen II).

Derbylicious – Dritte setzt erste Duftmarke im Stadtderby

Die Dritte Mannschaft des Fau-Eff-Ell hat gestern im heimischen Eispalast für eine faustdicke Überraschung gesorgt. In einem heißumkämpften Kreisliga Stadtderby zwischen Marburg und Marburg/Wehrda gewannen die Innerstädter des VfL 3 sensationell mit 9:7.

Als krasserster Außenseiter der Kreisligageschichte in die Saison gestartet, heißt die Zielsetzung der dritten Mannschaft Erlebnis statt Ergebnis! Die Mannen um Capt. Nik wollen einfach mal schauen wie stark die Kreisliga in und um Marburg neben dem Papier wirklich ist und ob sie mithalten können in der höchsten Klasse, die die Dritte seit der Ankunft des Captains spielt. Eine erste Duftmarke setzte die Dritte gestern Abend nicht nur mit dem Catering á la Leo Löwenherz, sondern vor allem auch spielerisch!

In einem packenden Spiel gelang der Dritten Mannschaft etwas sehr vereinsuntypisches, sie gewannen mehr Doppel als sie verloren! Währen das Bezirksmeisterdoppel noch Sand im Getriebe aufwies, fegten D1 um HB Helmut und Sven den Schrecklichen und D3 um den Schaußlichen und Jumping Jeremias mit ihren Gegnern den Hallenboden.

In den Einzeln roch es dann am oberen Paarkreuz schnell nach einer Nullnummer. Während Frank the Tank´s Motor noch im Stottermodus war, besann sich HB Helmut auf seine Stärken, behielt nach 0:2 Satzrückstand die Nerven und holte in einem 5 Satz Krimi einen wichtigen Mannschaftspunkt!

Das Mittlere Paarkreuz punktete nicht minder dramatisch! Sven der Schreckliche erlegte nach fünf hart umkämpften Sätzen einen weiteren Skalp auf dem Weg zur 1500er Schallmauer, während EnergyEnders die dramatischste Party des Tag spielte. Nachdem er gegen Papa Doubt die ersten beiden Sätze in der Verlängerung verlor und im Dritten mit 2:6 hinten lag war es Zeit für ein Military Time Out á la Frank the Tank. Das MTO verfehlte seine Wirkung nicht! Energy Enders mobilisierte alle seine Kraftreserven und rettete sich in eine weitere Verlängerung. Dort zitterte er sich in den 4 Satz, welchen er klar dominierte. Im Entscheidungssatz gewann nach langer Zitterpartie am Ende der mutigere Energy Enders denkbar knapp.

Am unteren Paarkreuz trotzte der frisch aus Peru eingeflogene Jumping Jeremias seinem Jetleg und brachte seinen VfL 6:2 in Führung. Danach ließ sich Marburg/W. nicht lumpen und setzte zur Aufholjagd an. Erst zeigte der Schaußliche einen grässlichen Rückschlag gegen 70 Jahre geballte Aufschlagerfahrung und dann hatte HB Helmut der gegnerischen Nr. 1 mit Waldorfvergangenheit nichts mehr entgegen zu setzen. Frank the Tank kämpfte Tapfer gegen seinen Trainingsrückstand, musste sich seinem Gegner aber nach fünf harten Sätzen geschlagen geben. Als dann auch noch Energy Enders die Energie ausging drohte Capt. Nik´s Schiff unterzugehen. Doch der schreckliche Sven würde nicht so heißen, wenn er nicht grade in schrecklich guter Form wäre! Er machte seinen dritten Punkt des Tages und hielt den VfL 3 auf Kurs. Den wichtigen 8 Mannschaftspunkt holte der Schaußliche, der sich auf seine Stärke besann und in seinem zweiten Spiel kurzen Prozess machte. Während sich die D1 zum Entscheidungsfight einspielten bot Jumping Jeremias seinem Gegner einen starken Fight. Leider musste seinem jetlaggeplagter Körper und der von Alex I. geplagten Psyche Tribut zollen und verlor knapp in 5.

Der Jubelschrei von Jumping Jeremias Gegner ging schnell unter, als die Wehrderaner realisierten, dass ihr Favorisiertes D1 gegen die furios aufspielenden HB Helmut und Sven dem Schrecklichen untergingen. Weder Angaben, noch Jubelschreie noch die TopSpins vom Wehrderaner Waldorfkind konnten das Marburger Doppel einschüchtern. In beeindruckender Art und Weise gewannen sie gegen das spielerisch favorisierte Wehrdaraner Doppel und sicherten dem VfL Marburg 3 somit seinen historischen ersten Sieg in der Kreisliga.

Mit dem guten Gefühl nicht chancenlos zu sein in einer Kreisliga gespickt mit Verbandsliga Talenten geht der VfL Marburg 3 den nächsten Herausforderungen entgegen. Vielleicht können wir ja noch den ein oder anderen Favoriten ärgern?! Auf jeden Fall können wir auch in der KL unseren Spaß haben! NUR DER FAU-EFF-ELL!!!!

Erste: Klassenerhalt!

Die BOL1 hat uns im nächsten Jahr wieder … durch ein verdientes 9:5 im Rallyegationsspiel gegen Korbach hat sich die Erste den Klassenerhalt gesichert! Spielbericht hiere
Eigentlich sollte die Relegation um den letzten freien Bezirksoberligaplatz zwischen 3 Mannschaften ausgespielt werden. Nach dem Verzicht des BL2-Zweiten Espenau aber reduzierte sich die Konkurrenz auf ein Duell gegen die Haudegen aus Korbach, mit denen wir uns schon viele spannende Duelle geliefert haben.
Am Muttertagsmittag um 12 Uhr trafen die glorreichen Sieben mit einem halben Dutzend Edelfans bei strahlendem Sonnenschein neben den Kaliabraumhalden in Obersuhl ein und fanden prima Spielbedingungen in einer Großraumhalle vor, in der die anderen Relegationsspiele schon heiß umkämpft waren. Nach kurzem Ballyhoo mit den Korbachern und unseren Nachbarn aus Kirchhain und Steffenberg galt dann die volle Konzentration der bevorstehenden Aufgabe.
Trotz Selbstbewusstseins war unserer jungen Truppe die Anspannung gleich in den Eingangsdoppeln anzumerken, als jeweils der erste Satz verloren ging. Doch während für Lukas und Christian gegen die in der Bezirksliga ungeschlagenen Debus/Rein nichts zu ernten war, steigerten sich Max und Ivan gegen Osterhold/Todt und sicherten den Ausgleich. Alex und Adrian spielten danach befreit auf und gewannen mit 3:1. Unsere Jungs auf der Tribüne feierten die erste Führung traditionell lautstark mit Klatschballons und versorgten die daheim gebliebenen Fans per Whatsup mit aktuellen Ergebnissen.
In den Spitzeneinzeln warteten mit Debus und Osterhold schwere Brocken. Max zeigte sich gegen letzteren allerdings völlig unbeeindruckt und siegte glatt mit 3:0. An der Nachbarplatte gelang es Lukas leider nicht, seine Führungen in den Sätzen 1 und 2 durchzubringen und verlor schließlich in 4 Sätzen. Ebenfalls ausgeglichen verliefen die Spiele im mittleren Paarkreuz. Alex setzte sich mit sicheren Platzierungen durch, während Ivan in einem Spiel mit Höhen und Tiefen gegen den unorthodox agierenden Rein einen 5-Satz-Krimi verlor. Das hintere Paarkreuz aber brachte uns auf die Siegerstraße. Martin setzte sich in einem nervzehrenden Duell gegen Abwehroldie Todt in 4 Sätzen durch und ein athletisch aufgelegter Adrian beherrschte Stein nach Belieben. 6:3 – unsere Einheizer waren nun unüberhörbar bester Laune!
Doch Max ereilte nun das gleiche Schicksal wie zuvor Lukas: Sein Gegner Debus kriegte einfach irgendwie immer die Kelle dran und war nicht zu bezwingen. Lukas seinerseits erlebte ein wahres TT-Drama: In einer abwechslungsreichen Partie mit Osterhold erspielte er sich mit sicherer Platzierung und überfallartigen Rückhandschüssen eine 9:3- und 10:6-Führung im Entscheindungssatz, musste seinem Gegner schließlich aber noch gratulieren.
Nur noch 6:5. Sollte es nochmal spannend werden?
Mitnichten – Alex siegte gegen Rein mit 3:1 und Ivan sogar ohne Satzverlust gegen Boltner. Angetrieben durch den besten Mob der Halle brannte Adrian nun ein Offensivfeuerwerk gegen Todt ab und sicherte uns das vielumjubelte 9:5, zeitgleich gewann auch Martin sein zweites, bedeutungslos gewordenes Einzel.
Und der Rest? Jubel, Feiern, Essen und Trinken … zugegeben mit einigen Orientierungsschwierigkeiten … führte uns der Weg über das Kirchheimer Dreieck und Cölbe schließlich ins heimische Marburg zurück.
Allen Beteiligten einen herzlichen Dank für euren super Einsatz gestern nur für unseren Fau-Eff-Ell!!!

10.05. 13.00 Uhr: Showdown für Erste!

Am kommenden Sonntag geht es für die Erste um alles: Im Relegationsspiel gegen unsere alten Bekannten aus Korbach geht es um den letzten Startplatz für die BOL1 in der nächsten Runde.

Wir freuen uns sehr, dass auch einige Fans den weiten Weg nach Wildeck-Obersuhl aufnehmen werden, um den Fau-Eff-Ell nächstes Jahr wieder in der BOL zu sehen. Wer Interesse hat, kann sich melden unter vfl_marburg_tt@gmx.de

1.: Rallyegation

Geschafft … doch WAS?
Die Erste, die in 2015 komplett ohne Tobias auskommen musste, durchlebte eine Rückrunde voller Höhen und Tiefen: schönen Siegen wie gegen das höher gerankte Burghasungen 2 folgten teils derbe Klatschen wie gegen die halbe Ex-Hessenligatruppe von Breitenbach (1 oder 2). Besonders bitter war, dass einige Abstiegskonkurrenten unverhofft „Altstars“ aus dem Ärmel zauberten, die mitunter jahrelang keinen Schläger mehr in der Hand hatten, gegen uns aber vortrefflich Punkte sammelten. Naja!
So kam es denn zu einer etwas komplizierten Situation zwischen Ederbergland, Richtsberg 3 und uns, die von uns dringend einen Sieg im letzten Spiel gegen Absteiger Baunatal erforderte, um wahrscheinlich die Relegation (nach unten) zu erreichen.
Die ganze Woche über fieberte unser junges Team diesem Heileid schon entgegen und bereitete sich zielgerichtet auf die Aufgabe vor (Chris K. schaffte nach etlichen Anläufen dabei den sensationellen Trickshot „Christrick“, identisch mit dem berühmten „Skorpion“). Und um ganz sicher zu gehen, nahmen wir auch noch SpitzenZweiten Martin mit auf die Fahrt, um taktisch variabler zu sein.
Angekommen in Baunatal zunächst der Schreck: Der Gastgeber bot in dem für ihn bedeutungslosen Spiel nach langer Zeit mal wieder Spitzenmann Lemmer (Bruder der Jugend-Nationalspielerin Alena) auf … das Pech schien uns treu zu bleiben.
Vor den Doppeln dann das ganz große Zittern, war doch das 8:8 Hinspielremis auf 4 verlorene Doppel zurück zu führen. Und es ging gleich furchtbar los. Lukas und Chris hatten gegen das Spitzenpaarkreuzdoppel Lemmer/Mihr erwartungsgemäß nicht viel zu bestellen, gleichzeitig aber lag auch unser Mucki-Doppel mit Max und Ivan mit 0:1 Sätzen und 1:7 im zweiten Satz hinten! Doch Gott/Allah sei Dunk berappelten sich die Beiden und drehten das Spiel zu einem letztlich ungefährdeten 3:1. Dramatik pur auch im dritten Doppel von Alex und Adrian: Aus einer komfotablen 2:0 Satzführung wurde eine 5-Satz-Zitterpartie, die Adrian mit einem tödlichen Netzroller zum 11:9 zu unseren Gunsten entschied.
Die Einzel: Dass dem vorderen Paarkreuz heute eine besondere Aufgabe zukam, war allen von Anfang an klar, da auch die Gastgeber dort eindeutig ihre stärksten Akteure am Start hatten: Penholder stand gegen das gefühlvolle Halbdistanzspiel des Max-Doubles Lemmer auf verlorenem Posten. Max hingegen lieferte gegen den unangenehm mit kurzer Vorhand-Noppe agierenden Mihr eine grandiose Leistung ab und brachte diesen mit weichen Topspins zur Verzweiflung. 3:2 für uns.
Ab jetzt lief es wie am Schnürchen: Alex, Ivan, Adrian und Martin konnten ihre spielerische Überlegenheit vergleichsweise leicht zum Ausbau auf eine bequeme 7:2-Führung nutzen.
Nun erhellte sich die Miene unseres treuen Einheizers Nikola auf der Bank ein wenig, aber es galt jetzt, des Sieg möglichst hoch einzutüten, um bei etwaiger Punktgleichheit ein möglichst gutes Spielverhältnis gegenüber den Konkurrenten aufzuweisen…
Wieder das Spitzenpaarkreuz: Max gegen sein optisches und spielerisches Double Lemmer. Es entwickelte sich ein hochklassiges Spiel der beiden Gefühlsästheten, in dem sich Max allerdings zusehends der größer werdenden Sicherheit des Baunatalers ausgesetzt sah und letztlich in 4 Sätzen verlor.
An der Nebenplatte entwickelte sich zwischen Lukas und Mihr ein TT-Krimi … zwischendurch sei erwähnt, dass Alex seinen Gegner gut im Griff hatte und für uns auf 8 zu 3 erhöhte. Zurück zu Lukas: Nach gutem Start mit gewonnenem 1. Satz kippte das Spiel, und Mihr erzwang von unserem Penholder halblange Bälle, die er anschließend eiskalt mit der Noppe reinschoss. Nach vielen vergebenen Satzbällen im 3. Satz mutierte Lukas bei 1:2 und 4:8 zur Kampfmaschine und pushte sich nach jedem Punkt. Vierter Satz noch umgebogen und im fünften Satz ein dramatisches Schussduell – mit dem umjubelten 11:8 unseres Manns.
Pünktlich nach dem Spiel kam auch noch unser „verlorener Sohn“ Leo E. dazu und feierte mit uns in Halle, Bus und REWE Cuzzle das 9:3. Die große Erleichterung trat dann irgendwo auf der Heimfahrt auf, als das 9:6 von Ederbergland gegen Richtsberg bekannt wurde, das uns tatsächlich den Relgeationsplatz sichert.

Also … jetzt lassen wir es mal kurz etwas lockerer angehen und bereiten uns dann konsequent auf die großen Aufgaben vor, die uns bei der Relegation am 10.Mai in Obersuhl bevorstehen.

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